Erzdiözese Salzburg


Einkehrtag in St. Virgil

1. Dezember 2016


Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Mehr als 130 Mesnerinnen und Mesner durften Erzbischof Franz Lackner begegnen. Seinen Erzählungen über das, was er auf dem Jakobsweg erlebt hatte, lauschten sie gebannt.


Kraft für einen wichtigen Dienst

Gemeinschaft ist für die Mesnerinnen und Mesner in der Erzdiözese etwas Unerlässliches. Bei ihrem ersten Einkehrtag mit dem Erzbischof haben sie diese mit Meditationen, Rückschau und Ausblick gestärkt.

Salzburg. „Es geht sehr viel um Austausch“, betont Herbert Giglmayr, Obmann der diözesanen Mesner Gemeinschaft. Zum ersten Mal ersetzte der St. Georgener Mesner die üblichen Regionaltreffen durch einen Einkehrtag. Dieser bot die Möglichkeit, nicht nur das Miteinander untereinander zu stärken, sondern auch jenes mit dem Ehrengast, Erzbischof Franz Lackner, bei dem seit dem Frühjahr auch die Zuständigkeit für die Mesnerinnen und Mesner bundesweit liegt.

„Wenn ich nicht Erzbischof wäre, dann würde ich gerne Mesner sein“, begrüßte der Erzbischof die mehr als 130 Kirchendiener, die nach St. Virgil gekommen waren. „Es ist eine wichtige Aufgabe, den Raum vorzubereiten, in dem Menschen Gott begegnen.“ Er selbst sei gerne in einem leeren Gotteshaus, in dem über die Jahrhunderte gebetet, gesucht und gehadert worden sei.

Besonders gebannt lauschten die Mesner auch den Erzählungen des Erzbischofs von seinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg, auf dem er im Herbst mehr als 800 Kilometer nach Santiago de Compostela zurückgelegt hatte. „Das Leben reduziert sich auf ein paar wesentliche Dinge: gehen, beten.“ Eine besonders schöne Erfahrung habe er gemacht, als er allein am Wegrand eine Messe zelebrierte: „Ich habe mich so eins mit der Schöpfung gefühlt, den Menschen, die vorübergegangen sind. Wer glaubt, ist nicht allein.“ Er überlege nun, den Weg von Salzburg zu seinem Startort in Frankreich zu gehen, jedes Jahr eine Woche. „Da würde ich dann schon zukehren bei den Mesnern“, schmunzelt er.

Einfach glaubwürdig

Erzbischof Lackner gab den Versammelten auch mit auf den Weg: „Wir brauchen eine Durchsichtigkeit auf Gott hin. Die letzte Glaubwürdigkeit kommt von der Einfachheit des Herzens.“ Zum Abschluss des Einkehrtages feierten die Mesner mit dem Erzbischof eine Eucharistiefeier.

 

Sandra Bernhofer, Rupertusblatt