Mesnerkurs 2017 in St. Pölten

Den ersten Teil des Kurses im Hyp-Haus absolvierten vom 14.-16. Februar 2016  24 Teilnehmer aus der ganzen Diözese St. Pölten, so vielfältig, wie unsere Pfarren sind, so verschieden war auch die Ausgangslage, was durch ein Bewegungsspiel am Begin des Kurses anschaulich dargebracht wurde. Vom jahrzehntelang in der Kirche aktiv Hineingewachsenen bis zum "frisch" für den Dienst in der Kirche Begeisterten, von der Hausfrau bis zum hauptamtlichen Dommesner war alles vertreten. Für mich, wie wahrscheinlich für jeden von uns, war bei der Anreise die Frage "Was uns da erwarten wird?"


Ich kann mich nur begeisternd äußern, da die Vorkenntnisse der Teilnehmer ganz verschieden waren, hat es Martin Salzmann geschafft uns das Kirchenjahr, die Abläufe für Gottesdienste, welcher Art auch immer und die Anforderungen für den Mesnerdienst während des ganzen Jahres näherzubringen und zu erklären. Die Vorträge und Messe von Monsigniore Juen gingen mir tief ins Herz und waren fast schon Exerzitien. In der Domsakristei ging es dann von der Theorie in medias res, wir durften uns im Bücheraufschlagen üben, sodass es uns leicht fällt die jeweils vorgeschriebenen Textstellen zu finden. Wie man die liturgische Kleidung herrichtet, sowie einen Priester ansehnlich und richtig ankleidet, wurde am "lebenden Objekt" geübt, und natürlich der richtige Umgang mit den liturgischen Geräten, ich möchte schon sagen vom Aspergill bis zum Zügenglöcklein.


Fachleute vom Baureferat und Kunstreferat brachten uns näher, was da eigentlich alles zur Kirche gehört, vom Kirchturmkreuz bis in die Krypta, vom Pfarrsekretariat bis zum Friedhof. Auch wie man den Paramenten und liturgischen Geräten eine lange Haltbarkeit und Glanz verleiht wurde uns eindrucksvoll mit vielen Bildbeispielen erklärt. Und ganz wichtig, wir bekamen Unterlagen zum Nachschauen, Literaturlisten, Adressen zum Nachfragen und wir wurden hineingenommen in die Mesner Gemeinschaft, es ist schön zu spüren, dass man nicht alleine ist, sondern daß Gemeinschaft trägt.

Richard RUDOLF ( Auxiliarmesner in Ernsthofen )


Der zweite Teil der Mesnerschule im Hyp-Haus war von 21.-23. März 2017, keiner von den Teilnehmern wollte fehlen und so waren wieder alle voller Neugier und Elan angereist. Im zweiten Teil ging es um den Kirchenschmuck, vom Anfertigen von Gestecken bis zu den Möglichkeiten der Ausschmückung von diversen Feiern, Anlässen und Festen im Kirchenjahr.


Die Glocken wurden auch ausgiebig vorgestellt, die Geschichte und die Entstehung von Glocken und natürlich, wie man sie sicher im Turm anbringt, wartet und am schönsten zum Klingen bringt. Und wenn man schon in den Höhen des Turmes angelangt ist, da wurden wir auf die Sicherheit am „Arbeitsplatz“ aufmerksam gemacht, wie die Wege im Turm und im Dachstuhl abzusichern sind und der Brandschutz war ebenfalls ein Hauptthema. Ich habe sogleich für mich beschlossen, dass ich den Pfarrer darauf aufmerksam mache, wie wichtig ein Schlüsselsave, sowie eine Steigleitung im Turm ist und das die Feuerwehr auch einmal zu einer Übung in der Kirche eingeladen werden sollte und nicht nur zur Florianimesse und Fronleichnamsprozession. Ach ja Feuer, die Kerzen waren diesmal ebenso ein wichtiges Thema, welche Kerzenarten es gibt, ihre sichere und sinnvolle Handhabe, sowie Lagerung und wo man sie beziehen kann.


Monsigniore Walter Juen brachte uns auf tief berührende Art die Sakramente der Kirche und die Heilige Schrift zu Herzen, auch die Taufe und die Karwoche wurden ausgiebig besprochen.
Die Matriken, das Tauf- und Trauungsbuch wurden erklärt und was es dazu für Voraussetzungen gibt. Wir haben unsere Pfarren, mit ihren Kirchen vorgestellt, wodurch wir vieles aus unserer Diözese erfahren haben und es hat uns auch in unserer Gemeinschaft näher gebracht.

Natürlich wurde alles noch einmal wiederholt und wir konnten unser Wissen kontrollieren.
Beeindruckende Gottesdienste haben wir miteinander gefeiert und der Höhepunkt war der Abschluss mit unserem Diözesanbischof Dr. Klaus Küng, bei dem wir unser Zertifikate und das Mesner - Abzeichen erhalten haben.

 

Richard RUDOLF ( Auxiliarmesner in Ernsthofen )