Mesner oft die ersten Ansprechpersonen

Kursleiter Martin Salzmann von der Interdiözesanen Mesnerschule verweist auf das umfangreiche Aufgabengebiet: von der werterhaltenden Pflege von kirchlichen Geräten und Paramenten über die Bedeutung des Angelus-Gebets bis hin zu seelsorglichen Aufgaben. Denn Mesner repräsentieren die Kirche vor Ort und seien oft die ersten Ansprechpersonen bei Taufen, Hochzeiten und Begräbnissen. Überdies wären Mesner Kenner des lokalen Brauchtums und tradieren kirchliche Gepflogenheiten.

Nachwuchssorgen gebe es übrigens kaum, aber man müsse vielfach die Leute ansprechen. Eine nicht untypische „Mesner-Karriere“ starte nach der Beendigung des Ministranten-Dienstes und dauere dann oft Jahrzehnte. Was sich verändert habe sei, dass heute zumeist mehrere Mesner als Team in einer Pfarre zusammenarbeiten.

Ein liturgisch gut geschulter Mesner könne durch seine professionelle Vorbereitungsarbeit vor den liturgischen Feiern "Ruhe in die Sakristei bringen". Ebenso wie ein sauberes Gotteshaus oder schöner Blumenschmuck "erzeugt das eine unbewusst wahrgenommenen Grundstimmung, die schlussendlich zur Begegnung mit Gott führen soll". Eine Hausaufgabe gab Salzmann den Mesner-Schülern auch mit: Sie sollen Gruppen der Pfarre künftig eine Kirchenführung anbieten.

Text von der Kirche bunt (St. Pöltner Kirchenzeitung) übernommen.